Bremsenfrei dank Zebrastreifen

Kunterbunt auf den erzgebirgischen Weiden

 

“Bunte Streifen gegen stechende Bremsen” ist das Motto auf der Noack-Ranch. In den Sommermonaten bemalen wir unsere Pferde oft kunterbunt, anfangs noch aufwendig mit einer Bemalung aus Mehl und Wasser. Dabei bemerkten wir, dass diese Mischung den Fliegen sehr gut schmeckte. Wir stellten um auf Tonerde mit zerstampfter Holzkohle und Zerderöl und jetzt ganz unkompliziert mit Viehmakierungsstiften. Dem Zederöl sind wir treu geblieben, da es einen sehr angenehmen Geruch verbreitet, die Pferde beruhigt und dabei die Mücken, Fliegen, Zecken und auch Bremsen vertreibt.
Und so absurd es auch klingt, die Streifen helfen tatsächlich als Tarnung. So gibt es zum Beispiel die Vermutung, dass die Augen der Bremsen große Ähnlichkeit mit deren der  Tsetsefliegen aufweisen, welche südlich der Sahara vorkommen und Zebras aufgrund ihrer Streifen nicht gut erkennen können.
So wird vermutet, dass die Bremsen durch ihre Facettenaugen die Pferde mit ihrer Bemalung nicht mehr erkennen können.
Bremsenstiche können bei Pferden Wundinfektionen hervorrufen, zudem sind sie schmerzhaft und führen zu starkem Juckreiz, vergleichbar mit einem Mückenstich bei uns. Und so nehmen wir lieber die Arbeit in Kauf, die Pferde zu bemalen, als sie leiden zu sehen, denn für die Pferde ist ein Mückenstich genauso unangenehm wie für uns.
Es macht jedes Mal wieder ein Spaß, die Fellnasen kunterbunt zu bemalen und egal ob Streifen oder Herzchen, jedes Pferd ist ein Kunstwerk für sich. Bei Ausritten mit den bunt bemalten Pferden ist es immer wieder lustig die Blicke der erstaunten Spaziergänger und Anwohner zu sehen, weil wer ist schon darauf gefasst, im Wald auf eine Gruppe Pferde zu treffen, welche mit bunten Streifen verziert sind.

Sarah Möckel

 

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