Florence

Rasse: Hannoveraner – Stute
Farbe: Fuchs
Geb.: 14.03.1989
Gestorben: Juli 2013

Florence war unser erstes Pferd, was auf die Noack-Ranch einzog. Sie war die Ziehmutter für Prix. Diese Aufgabe erfüllte sie mit ihren 19 Jahren super. Sie war ein Häufchen Elend, als wir sie bekamen. Ich glaube, kein anderer hätte so ein Pferd in diesem Zustand gekauft. Das konnten nur wir – wir „Anfänger“  . Wir päppelten sie auf, umsorgten sie. Es dauerte Monate, bis ich sie am Kopf streicheln durfte. Doch Geduld  zahlt sich aus. Sie lehrte mich Respekt, Ausdauer, Einfühlsamkeit und schenkte mir ihr Vertrauen bis zum Schluss. Das war das größte Geschenk, was sie mir geben konnte.  Ich denke, sie hatte es oft nicht leicht in ihrem Pferdeleben. Ihre Seele ist oft vom Menschen enttäuscht worden, doch wir konnten ihr die Sicherheit und das Vertrauen wiedergeben, die sie als Herdenchefin brauchte und  diese Aufgabe erfüllte sie hervorragend bis zum Schluss.

Im Juli 2013 mussten wir sie aufgrund ihres Krankheitszustandes über die Regenbogenbrücke gehen lassen.

Wenn man weiß, es ist so weit und man muss das Telefonat mit der Tierärztin führen und Terminabsprachen treffen. Die Tierkörperbeseitigungsstelle anrufen und alles abstimmen, mir sind ständig die Tränen gelaufen. Der Verstand sagt dir 1000 Mal, du tust das richtig, aber dein Herz zerspringt vor Schmerz.

Der Tag kam, Florence befand sich mit ihrer Herde auf der Außenweide. Der Weg zur ihr mit ihrem Halfter und dem Führstrick erschien mir viel zu schnell zu vergehen. Als ich sie rief und sie mich anschaute, wusste ich, dass diese Entscheidung, die wir heute für sie getroffen hatten, die richtige war. Langsam liefen wir gemeinsam zum Stall, ihre gesamte Herde folgte ihr. Sie bekam einen vollen Trog ihres Lieblingsfutters. Sanft und vor allem tierethisch (sie musste nicht leiden) wurde sie durch die Tierärztin im Round-Pen in Richtung Regenbogenbrücke geschickt. Bis zum Schluss blieb ich an ihrer Seite. Nachdem das Herz von Florence aufgehört hatte zu schlagen, öffneten wir die Tore des Round-Pen und ihre Herde konnte Abschied von ihr nehmen. Jedes Pferd tat es auf seine eigene Art und Weise. Somit konnten auch sie begreifen, dass ihre Chefin nicht mehr für sie da ist.

Die Pferde nehmen Abschied:

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